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Roland



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BeitragVerfasst am: Mo 14 Apr, 2008 09:53    Titel:

Von der Sendung war ich auch enttäuscht- oberflächlich und ohne Biss. Frau Künast war für ihre Verhältnisse recht zahm- sagte aber einige sinnvolle Dinge. Gut war die Frau, die die Rolle der Sponsoren darstellte. Ein wenig ließ der China-Korrespondent durchblicken wie es wirklich aussieht- aber leider auch nur andeutungsweise. Ich hatte den Eindruck, dass es Absprachen gab, nicht zu streng mit China umzugehen. Der ZDF-Korrespondent lieferte ja auch eine mögliche Erklärung- der meinte China verfolgt sehr genau die Berichterstattung im Ausland. Vielleicht hat man nun die Sorge gehabt, eine zu kritische Berichterstattung könnte sich während Olympia nachteilig auf die Arbeitsmöglichkeiten deutscher Journalisten auswirken. Deshalb fehlte vielleicht auch ein Menschenrechtler.
Und so zeigte die Sendung was alle wissen- Kommerz kommt vor Menschenrechten. LEIDER!
LG Roland
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Zuletzt bearbeitet von Roland am Mo 14 Apr, 2008 13:38, insgesamt einmal bearbeitet
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Chrisy



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BeitragVerfasst am: Mo 14 Apr, 2008 12:39    Titel:

Hier haben wir auch schon eine Beurteilung der Sendung.
Unsere Empfindung war da schon ganz richtig, lieber Roland.

http://www.welt.de/fernsehen/article1899010/Die_Olympischen_Trauerspiele_bei_Anne_Will.html


LG
Chrisy
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Chrisy



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BeitragVerfasst am: Di 15 Apr, 2008 08:36    Titel:

Und hier noch ein Link zu den, ah so Gastfreundlichen Regime.

http://www.blog.china-guide.de/index.php?entry=entry080414-194721

Am Samstag, findet in Düsseldorf Schadowplatz Einkaufszone eine MAhnwache statt. Ab 12.00 bis ca. 15.00.
Ich werde nach Düseldorf fahren und vor Ort meinen Unmut zeigen.
Hoffendlich, finden sich hier viele Menschen, die für die Menschenrechte eintreten.
Wer in der Nähe wohnt und teilnehmen möchte ich stehe für Auskunft gerne zur Verfügung.

LG
Chrisy
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muesia



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BeitragVerfasst am: Do 17 Apr, 2008 10:30    Titel: az uelzen v.17.04.08

Tibeter beginnen Proteste vor Fackellauf in Neu Delhi
Neu Delhi (dpa) - Kurz vor Beginn des olympischen Fackellaufs in Neu Delhi haben Exiltibeter in der indischen Hauptstadt mit Protesten begonnen. Mehrere hundert Demonstranten begannen einen «Friedenslauf» mit einer eigenen Fackel.


Die Behörden hatten die Strecke des offiziellen Laufs deutlich auf rund drei Kilometer verkürzt. Rund 15000 Polizisten sollen die Veranstaltung schützen. Zuletzt hatte es beim Fackellauf in London, Paris und San Francisco Ausschreitungen und Proteste gegen die Tibet-Politik Chinas gegeben.

LG muesia
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muesia



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BeitragVerfasst am: Do 17 Apr, 2008 10:37    Titel: az uelzen v.17.04.08

Olympische Flamme in Indien eingetroffen

Neu Delhi (dpa) - Auf ihrer Reise um die Welt ist die olympische Fackel in der Nacht zum Donnerstag unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen in Indien eingetroffen.


Auf einem Militärflughafen nahe der Hauptstadt Neu Delhi nahm Suresh Kalmadi, Präsident des Indischen Olympischen Vereinigung, die Fackel am frühen Morgen (Ortszeit) in Empfang. Zuvor hatte die olympische Flamme Station in Pakistan gemacht, wo sie ohne Zwischenfälle in der Hauptstadt Islamabad in einem abgeschirmten Stadion gezeigt wurde.

Beim olympischen Fackellauf in Neu Delhi werden heute Proteste von Exiltibetern erwartet. Die Behörden haben die ursprünglich neun Kilometer lange Strecke deutlich verkürzt. 70 Fackelträger sollen die olympische Flamme im Regierungsviertel nun über eine Distanz von weniger als drei Kilometern tragen. Rund 15000 Polizisten sollen die Veranstaltung schützen, deren genaue Startzeit nicht bekannt ist. Zuletzt hatte es beim Fackellauf in London, Paris und San Francisco Ausschreitungen und Proteste gegen die Tibet- Politik Chinas gegeben.

Das Innenministerium verfügte am Mittwoch, dass alle Türen und Fenster von Gebäuden entlang der Strecke zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr (Ortszeit/09.30 Uhr und 14.30 Uhr MESZ) geschlossen bleiben müssen. Exiltibeter kündigten für den Vormittag einen alternativen Fackellauf in Neu Delhi an, um auf diese Art gegen Verletzungen der Menschenrechte in ihrer Heimat zu protestieren.

Am Mittwoch hatten Demonstranten erfolglos versucht, die chinesische Botschaft in Neu Delhi zu stürmen. Rund 60 Exiltibeter waren festgenommen worden. Im vergangenen Monat waren Demonstranten in das Gelände der Botschaft eingedrungen.

LG muesia
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Francis



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BeitragVerfasst am: Do 17 Apr, 2008 16:48    Titel:

Stellt euch vor, da läuft einer mit ner Fackel rum, und keiner guckt hin

gezeichnet: ein Fan des Jungen mit den roten Bäcklein
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Roland



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BeitragVerfasst am: So 20 Apr, 2008 20:59    Titel:

Heute in Berlin:
Exiltibeter, AI, GFM hatten zu einem Protestmarsch von der Chinesischen Botschaft zum Brandenburger Tor gegen den Fackellauf durch Tibet aufgerufen.
Der Protestmarsch hatte ca. 1000 Teilnehmer- im ersten Marschblock Exiltibeter, und dann engagierte Bürger die zeigen wollten, wie wichtig ihnen Menschenrechte sind.
LG Roland
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Francis



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BeitragVerfasst am: Di 22 Apr, 2008 04:54    Titel: Öl und Wasser ins Feuer

:D Sag mal, lieber roland, sind sich die beiden demonstrationen in Berlin begegnet, die der Exiltiberaner und die der gekränktenChinesen und Pro-Chinesen ? In London und San Francisco und Paris gab es ja auch sehr geordnete chinesische Demonstrationen. Wilder geht es schon, mit Genehmigung der Regierung, im chinesischen Internet zu. Demos auch vor dem Lycée Français und der Französischen Botschaft in Peking, wo ein verschwindend kleines Trüpplein von 100 Polizisten nichts zu prügeln hatte. Wohlgeordnete Truppen von Demonstranten In gleichem Schritt und Tritt demonstrierten vor den Läden der Supermarktkette Carrefour, in der Provinz 50 bis 100, in Peking angeblich bis 10.000 ohne großen Polizeiaufwand, nur mit Banderolen, die zum Boycott unserer Produkte aufriefen. Aber da es anscheinend keine französischen Parolen waren, konnten unsere Leute wohl freundlich zurückwinken. (Daniele Varrese berichtet in seinem roman "Der Schneider himmlischer Hoosen", das in der Mitte des letzten Jahrhunderts sehr beliebt war, von einem französischen Botschafter, der an seinem Gartentor zwei antike Lampen aufgestellt hatte, die seine Gäste stets mit freundlichem Lächeln betrachteten. Bis ihn nach vielen Jahren jemand aufklärte, der Text auf den beiden Steinlampen sei die reklame für ein Knabenbordell)

Hier geht der Radau weiter. Heiterkeit erregte das Schreiben des chinesischen Botschafters an die Fraktionsvorsitzenden im Pariser Stadtrat, als er ihnen verbot, den dalaï Lama zum ehrenbürrger zu ernennen. Gestern ist dann die Ernennung des Dalaï Lama und eines chinesischen Dissidenten N.N. zum Ehrenbürger der Stadt Paris erfolgtt, mit den Stimmen der sozialisten. Die anderen Parteien waren der abstimmung ferngeblieben.
Inzwischen versucht Sarkozy zu retten, was zu retten ist. Er hat den zweiten Mann des Staates, Senatspräsident Poncelet nach Peking geschickt, gut Wetter zu machen, Raffarin, der vormalige Premierminister kommt dieser Tage nach. Dazu hat Präsident Sarkozy der behinderten Sportlerin Jin Jing, die in Paris mit der Fackel auf ihrem Rollstuhl angerempelt worden war, Entschuldigung und Anerkennung der Französischen Republik für ihre heldenhafte Verteidigung der Fackel übermitteln lassen.
Trotzdem scheint seine anwesenheit bei der Eröffnungsfeier von seiner Forderung des Dialogs abzuhängen. Seinen Vorschlag, den Dalaï Lama zum offiziellen Besuch beim Europarat einzuladen, hat die gegenwärtige slowenische Ratspräsidentschaft abgelehnt. Nun, Sarkozy kann bis Juli warten. Wenn der auf dem Thron sitzt, ist wieder was los wie bei der Merkel, vielleicht etwas schriller.

Francis

Hauptsache, Marco ist frei !
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Roland



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BeitragVerfasst am: Di 22 Apr, 2008 08:05    Titel:

Hallo Francis,
die Demonstration linientreuer Jubel-Chinesen war am Samstag, die der Exiltibeter und Menschenrechtler war am Sonntag- da hat die Genehmigungsbehörde schon aufgepasst.
Da zeigt der staatlich organisierte Protest der Chinesen in Frankreich schon Wirkung? Immerhin hat die behinderte chinesische Sportlerin vom Fackellauf mal darauf hingewiesen, dass in der französischen Lebensmittelkette Chinesen arbeiten, deren Jobs bei einem Boykott gefährdet wären- was zu wütenden Protesten gegen diese Sportlerin in China führte.
So ist die Richtung der chinesischen Medienkampagne, dass "der Westen" China die Spiele nicht gönnen würde.
Am Ende wird man China schon wegen wirtschaftlicher Interessen gehorchen und viel Rücksicht nehmen.
LG Roland
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Francis



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BeitragVerfasst am: So 11 Mai, 2008 08:20    Titel: Wegsehen !

Burma : während im Publikum schon die Tränen hochsteigen, läuft auf der anderen Seite die geölte Maschinnerie der professionnellen Katastrophenhilfe an. Verladebereit lagern die Paletten in den Frachthallen und depots. Amerikanische, britische und französische Kriegsschiffe mit Helikoptern kreuzen vor der Küste, bereit für den Kampf gegen die unmittelbare Not, mit Nahrung und Trinkwasser. Nur wollen die Beschenkten gar nicht beschenkt werden. Die burmesische Bürokratie, von einem todkranken, Halbirren geleitet (aber drinnen merkt's keiner) weigert sich einfach, Einreisevisa in die Pässe zu stempeln, und zwei Katastrophenmanager der Vereinten Nationen, die zur Evaluation des sofortigen Bedarfs reisten, durften den Flughafen Rangoon nicht verlassen, obwohl sie als diplomaten nach internationalem Recht gar kein Visum brauchen. Allerseits wird die Verteilung von hilfsgütern verweigert. Die burmesische Regierung will nur das Geld, den Rest machen wir selber. Die wenigen Hilfsgüter, die durchkommen, bleiben teilweise am Flughafen unter der wohlwollenden Aufsicht des Militärs.
Und da hat das deutsche zdf die Stirn, um Spenden zu bitten ! Da sollen etwa arme Rentner, die Armen wissen ja am besten, wie weh die Not tut, in den löchrigen Sparstrumpf greifen. Außerdem sind noch nicht alle spendengelder für den Tsunami aufgebraucht bzw. sinnvoll investiert. Nee, keinen franc, keinen Cent. Die wollen es ja nicht.
Der aktive widerstand der Mönche und Bürger hat vor kurzem ja nicht funktioniert. Polizeikugeln haben die Demonstrationsmärsche gestopptt.
Die Leute sind aber zu dumm, um den passiven Widerstand zu praktizieren. Der große Mahatma Ghandi hat es gezeigt, wie man den Feind nicht frontal, sondern von der Flanke angreift : mit dem Salzmarsch, mit dem Spinnrad und dem Verbrennen importierter Kleidungsstücke, mit dem spektakulären Auftritt des "halbnackten Fakirs" im Westminsterpalast. Man denke an rosa Parks und an Montgomery alabama, wo die Negersitzplätze in den städtischen Busse so lange leer blieben bis schwarze Kinder, Bürger, in eine "weiße" Schule durften. Man denke an Zimbabwe, wo Generalstreiks, nichts tun, zu Hause bleiben, hungern, wahrscheinlich bald die Wende bringen. Und das Erhebenste von allen Beispielen, ein slogan aus vier Wörtern, der ein militärisch und polizeilich starkes Regime zum Wackeln brachte : "Wir sind das Volk !" Nur war das eben ein intelligentes, gläubiges volk, das die freiheit verdient hat.

Denn : Gestern zog die burmesische Regierung in aller Eile ein Referendum zu einer neuen Verfassung durch. Nach den wenigen Berichten große Beteiligung. Ein Zeuge berichttete,sein Name auf der wählerliste werde schon als "Ja" gelten. Die auszählung geschieht unter Ausschluss der Öffentlichkeit, 90% Ja-Stimmen sind vorgesehen. Da hätten die Burmesen ohne Gefahr für Leib und Leben kämpfen können : mit den Füßen abstimmen, bzw. nicht hingehen oder in eine andere Richtung, im Bett bleiben, sich krank schreiben lassen. Das haben sie versäumt. Und deshalb ist der Aufruf für private Spenden in Europa obszön.

Wer kennt den wortlaut von Bertold Brecht : "… dann soll die Regierung eben ein anderes Volk wählen."


Gestern verkündet Außenminister dr. Bernard Kouchner (the French Doctor), Le Mistral, ein französisches Kriegsschiff, sei unterwegs und werde am Mittwoch oder donnerstag die burmesische Küste anlaufen, das Mündungsdelta des Iriwady oder wie man das schreibt. Le Mistral trägt 1500 tonnen Nahrungsmittel, Trinkwasser, Désinfectionstabletten, Medikamente und andere Hilfsgüter, 1500 Tonnen ! Er deutete an, man werde nicht lange um Erlaubnis fragen, schließlich habe das Schiff ja Landungsboote an Bord, und amerikanische Helikopter seien in der Nähe.. Was soll das werden : Die Invasion eines Palmenstrandes mit Mehlsäcken und trinkwasserflaschen um die Hungernden zu speisen, die Dürstenden zu tränken : die französische Armee als Heilsarmée.

Francis

Danke Marco für das schöne Wetter !
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