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Timna007



Anmeldedatum: 30.09.2007
Beiträge: 357
Wohnort: 5120 Trimmelkam - Oberösterreich

BeitragVerfasst am: Sa 27 Okt, 2007 21:46    Titel:

Dieser Leserbrief wird morgen in der Krone stehen

Die verlockende Frucht - eine Fata Morgana?
Das freie Wort

Die aktuellen Leserbriefe

Die türkischen Behörden vergleichen also den Fall des (17-jährigen) jungen deutschen Staatsbürgers in der Türkei mit dem eines (7-jährigen) türkischen Kindes in Deutschland. Bei allen traurigen Begleiterscheinungen solcher Verdachts- und Tatbestände zeigt die Reaktion der Behörden und der Menschen den großen Unterschied deutschen (= europäischen) und türkischen (= kleinasiatischen) Rechtes, der sich bereits im Vorfeld und Umfeld von Rechtsfindung und Rechtsprechung erweist.
Dabei wird deutlich, dass das gepriesene Fruchtfleisch der Europaverträglichkeit der Türkei eine wirtschaftspolitische Fata Morgana, eine Täuschung ist. Denn der bittere und harte Kern der Realität besteht unter anderem im andersgearteten Recht und, wie sich zeigt, auch in einer anderen, tief im Volk verwurzelten Rechtsauffassung und der sich daraus ergebenden praktizierten Gesellschaftsordnung. Das im Gesetz geschriebene, im Urteil gesprochene und vor allem das von Menschen gelebte Recht ist aber die Halt gebende Umfassung eines gedeihlichen Zusammenlebens in einem Staat, aber auch in einer Union von Völkern.



MedR. Dr. Karl Hunna, Wien
erschienen am So, 28.10.
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Liebe Grüße Ute

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mone



Anmeldedatum: 06.09.2007
Beiträge: 352

BeitragVerfasst am: Sa 27 Okt, 2007 23:00    Titel:

Hallo Timna,

bitte entschuldige, ich kann nicht nachvollziehen, zu welchem 7-jährigen türkischen Kind - oder dessen Fall in Deutschland - eine Verbindung durch den Leserbriefschreiber hier hergestellt wird.
Kannst du mich bitte aufklären?
Du weißt doch sicher Näheres als Leserin der "Krone".

LG mone
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Claudi



Anmeldedatum: 18.08.2007
Beiträge: 1038
Wohnort: Uelzen LK

BeitragVerfasst am: Sa 27 Okt, 2007 23:22    Titel:

Mone, ich nehme an, es geht um den Fall des 7jährigen Berliner Schülers türkischer Abstammung namens Emre Berk (alias Cem B.) , den seine Schule für 5 Tage vom Unterricht ausgeschlossen hat, weil er eine gleichaltrige deutsche Mitschulerin an ihrem Intimbereich berührt haben soll. Dieser Fall ging im Juli glaube ich durch die Medien, weil sich die Eltern nach der Pressewelle, die Kauder, Stuck und CO. ausgelöst haben, die Chance sahen, dort aufzusatteln. Die türksiche Sabah hat da eine Riesen-Story draus gemacht.

Siehe auch hier :
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Missbrauch-Schueler;art126,2334058
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mone



Anmeldedatum: 06.09.2007
Beiträge: 352

BeitragVerfasst am: Sa 27 Okt, 2007 23:42    Titel:

Danke, Claudi, ist leider völlig an mir vorbeigegangen.

LG mone
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Timna007



Anmeldedatum: 30.09.2007
Beiträge: 357
Wohnort: 5120 Trimmelkam - Oberösterreich

BeitragVerfasst am: Di 30 Okt, 2007 20:40    Titel: Leserbriefe für den 31.10.07

Vergewaltigung!
Das freie Wort

Dazu möchte ich bemerken, dass die türkischen Gerichte, sollten sie den jungen Deutschen wegen Vergewaltigung verurteilen, eigentlich keine anderen Delikte mehr zu verhandeln hätten, würde gleiches Recht für jeden angewandt. Was nämlich ist Zwangsheirat von zwölf- bis vierzehnjährigen türkischen Mädchen anderes als Vergewaltigung? Dieser "Brauch" würde wohl innerhalb kürzester Zeit sämtliche Gefängnisse der Türkei überlasten, von Ehrenmorden (Steinigung und Abschlachten von angeblich Schande bringenden Frauen inbegriffen), bei denen die türkische Polizei beide Augen zudrückt einmal ganz abgesehen. Anscheinend gibt es beim EU-Beitrittskandidaten Türkei aber verschiedene Arten von Recht und Gesetz!

Herwig Trakl, Brunn am Gebirge
erschienen am Mi, 31.10.


Türkei und EU-Beitritt
Das freie Wort

Ich kann mich nur der Meinung des Lesers anschließen, welcher meinte, dass die Türkei nicht der EU beitreten sollte. Der arme Junge aus Deutschland tut mir Leid. Ich glaube, dass niemand versteht, warum die türkischen Behörden den Jungen noch immer festhalten. Es sieht so aus, als wäre dies eine Erpressung Deutschland und den anderen EU-Staaten gegenüber. Was kann er dafür? Das ist nur eine Hinhaltetaktik. Als würde er eine Geisel sein. Und so ein Staat will zur EU. Außerdem ist die Türkei immer in Streit mit den östlichen Nachbarstaaten. Da würden dann auch unsere Soldaten mit hineingezogen.

Sonja Baumgartner, per E-Mail
erschienen am Mi, 31.10.


Marco und Argiona
Das freie Wort
Ich möchte einmal fragen, warum sich die diversen Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty etc. nicht für die Freilassung von Marco, der nun schon seit Monaten im türkischen Gefängnis festgehalten wird, einsetzen. Überall mischen sie sich ein und glauben, für alles und jeden zuständig zu sein, aber ich habe noch nichts vernommen, dass Marco vielleicht verführt und angezeigt wurde. Ist diesen Gutmenschen das Leben dieses Jungen egal? Sicher, denn er ist ja kein "armer" Asylant. Auch von der sonst so rührigen Bundeskanzlerin hört man nichts.
Dass dieses Kind einen psychischen und physischen Schaden für sein Leben hat, interessiert anscheinend keinen. Auch die hier ansässigen Türken hätten vielleicht die Möglichkeit, etwas zu unternehmen. Von den Eltern der Britin ganz zu schweigen. Wie können sie es zulassen, dass dieser Junge nun schon fünf Monate im Gefängnis bleiben muss?! Der Fall Arigona wird breitgetreten, und jeder glaubt, helfen zu müssen, aber einen Staat zu erpressen ist auch nicht die feine Art.


Maria Essl, Salzburg
erschienen am Mi, 31.10.

Anmerkung von mir: beim letzten Leserbrief wird mit dem Fall einer 15 jährigen verglichen deren Vater und Geschwister - nachdem Jahrelang Asylanträge abgelehnt und immer wieder Berufung eingelegt wurde - abgeschoben wurden. Die Mutter bekam einen "Nervenzusammenbruch" und landete im Krankenhaus, die 15 jährige versteckte sich für 2 Wochen, schickte eine Videobotschaft das sie sich umbringe wenn sie abgeschoben wird und forderte das der Vater und die Geschwister wieder zurück nach Österreich dürfen.
Geht jetzt schon in wochenlange Medienpräsenz, wies weiter gehen soll...
Für das Mädchen und deren Familie setzten sich eben diverse Organisationen ein damit die Familie zurück kommt, obwohl Vater und Bruder Straftaten begangen haben und von Anfang an kein Asylgrund vorhanden war...
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Liebe Grüße Ute

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Timna007



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BeitragVerfasst am: Mo 19 Nov, 2007 20:14    Titel: Aus der Ausgabe vom 20.11. Leserbrief

Marco W. und die Angst vor der Türkei...
Das freie Wort

Geradezu schändlich ist der Fall des Marco W. Auch wenn er kein Österreicher ist, ist doch die Tatsache, dass ein junger Mensch in der Türkei, aufgrund von Lügen einer unreifen und einer überspannten Engländerin in Haft gehalten wird, himmelschreiendes Unrecht. Selbst wenn, was zu fast hundert Prozent ausgeschlossen werden kann, dieser Bursche etwas Unrechtes getan hat, hat die Türkei noch lange nicht das Recht einen ausländischen Staatsbürger, aufgrund einer möglichen Tat an einer anderen ausländischen Staatsbürgerin, in der Türkei einzusperren.
Die entsprechenden Gerichtsverhandlungen haben grundsätzlich im Heimatland eines der beiden zu erfolgen. Die Kernfrage aber ist: Wo bleiben denn all die guten Menschen, die in unserem Land immer gleich wissen, was zu geschehen hat? Sind sie vielleicht doch nur bei uns großmaulig und haben Angst vor der Türkei? Und wieso hofiert man immer noch ein Land seitens der EU, das die Vernunft mit Füßen tritt und es genießt, einen Giaur (Ungläubigen) schikanieren können?



Günter Kotisch, Wien
erschienen am Di, 20.11.
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Timna007



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BeitragVerfasst am: Mo 26 Nov, 2007 11:37    Titel:

Zeit für Fair Play!
Das freie Wort

Der Fall Marco ist so unfassbar und empörend, dass man bald nicht mehr weiß, was eigentlich Menschenrechte wirklich sind. Es ist unglaublich, dass es einer "Mutter" so leicht gelingt, vom eigenen Sorgerechtsstreit abzulenken, indem sie mit Hilfe eines skrupellosen Anwalts die qualvolle Haft für Marco immer wieder verlängern lassen kann, so lange wenigstens, bis sie ihre Tochter dazu gebracht hat, falsch auszusagen.
Der türkische Anwalt lässt das Gericht nach seiner Pfeife tanzen, und die englische Justiz spielt brav mit. Der Verlauf des letzten Prozesstages und die Aussage der Richter, die Verteidiger sollen sich das Vernehmungsprotokoll des Mädchens selbst besorgen, sind von Überheblichkeit und Menschenverachtung geprägt. Man kann diesen Albtraum kaum noch ertragen. Jetzt wäre es an der Zeit, dass die englische Regierung auf eine Beschleunigung des Verfahrens drängt. Höchste Zeit für Fair Play!

Brigitte Frauz, Wr. Neudorf
erschienen am Mo, 26.11.
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