| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
Claudi
Anmeldedatum: 18.08.2007 Beiträge: 1038 Wohnort: Uelzen LK
|
Verfasst am: So 14 Okt, 2007 11:34 Titel: Berliner MoPo |
|
|
Die Berliner Morgenpost hat mal wieder ganz tief wühlen müssen, bevor sie an einer "Provinzuni" endlich eine türkischstämmige Juraprofessorin fand, die die Umstände in Antalya immer noch für rechtmäßig hält (normalerweise findet man in Berlin an jeder der 3 Unis schnell eine Person, die das "passende" Interview gibt, deshalb muß ich schon lächeln, wenn sie eine Prof. aus Bernburg in Sachsen-Anhalt zitieren müssen) :
| Zitat: | Wenig Hoffnung für Marco W.: Britin noch nicht vernommen
Hannover/Antalya - Es ist fraglich, ob Marco W. auf den 26. Oktober noch Hoffnungen setzen kann. Es ist der sechste Verhandlungstag für den 17-jährigen Schüler aus Uelzen vor einem Strafgericht im türkischen Antalya. Aber noch immer gibt es kein Protokoll über die Aussage der 13-jährigen Britin Charlotte, die ihn beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Marco W.s Verteidiger Michael Nagel ist pessimistisch, dass es am 26. Oktober in die Beweisaufnahme eingeführt werden könnte. "Dann müssten die Aufnahmen ja erst einmal an die türkischen Behörden abgeschickt und in Antalya übersetzt werden", sagt der Anwalt aus Hannover. Seinen Informationen nach soll die Schülerin im heimischen Manchester bislang aber noch nicht einmal vernommen worden sein. Geplant sei das erst für Ende Oktober. Was Rechtsanwalt Nagel "nicht mehr nachvollziehen kann". Sechs Monate schon schwelt dieses Verfahren, das am 12. April beim Osterurlaub im südtürkischen Badeort Side seinen Anfang nahm.
Seit 185 Tagen sitzt Marco W. in Untersuchungshaft. Zümrüt Gülbay, Jura-Professorin an der Hochschule Anhalt in Bernburg, sieht die Ursache für diese lange Haft aber keineswegs bei dem türkischen Gericht. "Es gibt bislang noch kein bilaterales Abkommen über die Weiterführung offener Verfahren", sagt sie. Und man müsse sich doch "bitte schön auch mal vor Augen halten, was die Engländer sagen würden, wenn Marco jetzt nach Hause fahren darf". Auf die ungewöhnlich lange Untersuchungshaft angesprochen, erklärt die Juristin: Es bestehe auch eine Fluchtgefahr. "Er müsste sich nur über einen Dritten ein Boot mieten und könnte problemlos zu einer griechischen Insel fahren." Geregelt ist zwischen der Türkei und Deutschland, dass Gefangene nach ihrer Verurteilung in ihr Heimatland zurückgebracht werden können. http://www.morgenpost.de/content/2007/10/14/aus_aller_welt/926478.html
|
Ein Freund von uns aus Berlin hat uns heute morgen diesen Artikel gefaxt, den ich dann im Internet nachgesucht habe. Sein Kommentar dazu war :
"Sorry, aber da hat doch jemand den Knall gänzlich nicht gehört oder?
Wen interessiert denn noch die deutsche Seite, wenn es die Engländer nicht schaffen das Mädel ein halbes Jahr nicht vor ein Gericht zu bringen um eine Aussage abliefern zu können?
Da kann ich nur sagen mit der Rechtsauffassung ist die Dame als Juraprofessorin wohl kaum tragbar."
Es gibt also scheinbar immer noch "Unbelehrbare", aber ihre Zahl wird eindeutig immer weniger.
Wer wissen will, wer diese Zümrüt Gülbay ist, der sollte mal einen Blick hier hinein werfen :
http://www.frauenmachenkarriere.de/Themen/Vielfalt_gewinnt/Karriere_vg/article_frauenportal/Die_Familie_mitnehmen_auf_die_geistige_Reise.html?36e70e0e16a1c9fe980662892fc7f6c9=be4e0326ad5f32c6bde28f482e95d850
Erstaunlicherweise meint diese eigentlich hochintelligente Frau, dass die Zustände in Istanbul ein Beleg für die EU-Fähigkeit der Türkei sein sollen. Und reist mit ihren Studenten dort hin, um sie davon zu "überzeugen". Istanbul, das nachweislich die am stärksten durch westliche und weltliche Werte geprägte Stadt in der Türkei ist. Weitaus mehr, als alle anderen Städte in der Türkei. Istanbul, das alles andere, aber nicht typisch für die "Durchschnittstürkei" ist ...
Fragt sich, ob da nicht gewisse Interessen miteinander kollidieren bei dem Interview mit ihr ?
Außerdem hat Frau Gülbay laut Angaben ihrer Fachhochschule (nicht Hochschule, wie die Zeitung behauptet ) in Wettbewerbsrecht promoviert und unterrichtet in Wirtschaftsrecht. Und keineswegs in Strafrecht, wie der Artikel unterschwellig vermitteln will.
Netter Versuch der MOPO, aber ziemlich schwach !
LG,
Claudi |
|
| Nach oben |
|
 |
Google
|
Verfasst am: Titel: Anzeige |
|
|
|
|
|
| Nach oben |
|
 |
Kamimaze
Anmeldedatum: 31.07.2007 Beiträge: 741 Wohnort: Dresden
|
Verfasst am: Mo 15 Okt, 2007 08:53 Titel: |
|
|
Danke Claudi für die gute Recherche!!!
. |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|