Claudi
Anmeldedatum: 18.08.2007 Beiträge: 1038 Wohnort: Uelzen LK
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Verfasst am: Sa 15 Dez, 2007 13:05 Titel: |
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Spruch der Patin unseres Sohnes (Juristin für Familienrecht) gestern Abend :
Wenn der Junge im April freiwillig wieder da hingeht, dann hat er eine Runde Puder mit der Drahtquaste verdient !
Oder, wie sie es näher erklärte: kein Jurist (und auch das Gericht nicht) geht davon aus, dass der Junge zum Prozeß zurückkommt. Ein stillschweigendes Übereinkommen sozusagen, das zwar nicht ausdrücklich ausgesprochen wird, aber trotzdem besteht.
Mal ganz deutlich: worauf läuft es denn hinaus, wenn man zwischen den Zeilen liest ?
Marco wird vom Gericht OHNE AUFLAGEN entlassen. Das Gericht muss doch davon ausgehen, dass sich Marco seinem Einflußbereich entzieht. Sonst hätte es auch Auflagen aussprechen können (dass es das nicht tat ist allerdings auch in Hinweis darauf, dass die Anklage inzwischen auf mehr als tönernen Füßen steht und -wie Prof. Kühn gestern abend in der Tagesschau sagte- sogar ein Freispruch nicht unmöglich erscheint).
Somit wird übrigens auch eine Pattsituation zwischen Marco und Charlotte (die sich ja auch weigert, in die Türkei zu reisen -evtl. wohl auch wegen Befürchtungen einer Gegenanzeige ?) hergestellt.
Für mich sieht das ganz eindeutig danach aus, dass das Gericht in einigen Wochen ganz still den Prozeß Richtung Gericht in Lüneburg abgibt, das ohnehin ja schon ermittelt. Damit hat es auch die unangenehme Pflicht abgeschoben, sich weiterhin mit den Briten um die Aussagen und Gutachten zanken zu müssen... Ich könnte mir vorstellen, dass es der türkischen Justiz ganz gut passt, aus der Schußlinie zu kommen. Frei nach dem Motto: "sollen die Deutschen und Briten das doch unter sich ausfechten".
Warten wir ab, wie es kommt.
So, und jetzt gehe ich erst einmal meinen Kopfkater pflegen ...
LG,
Claudi |
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